Bausparkassen erschließen sich das Bildungssparen
Bausparkassen wollen sich neben dem klassischen Bausparvertrag ein zweites Standbein aufbauen und erschließen sich derzeit den Bereich des Bildungssparens. Bisher war dieser Zweig eher von den Banken und Versicherern besetzt, die beispielsweise mit einer Ausbildungsversicherung Eltern und Großeltern die Chance geben, für die Zukunft ihrer Nachkommen vorzusorgen.
Bausparkassen haben aber einen großen Vorteil, da sie den Sparern bereits bei Abschluss eines Vertrages einen festen Zinssatz garantieren können. Das Prinzip ist das Gleiche wie beim Bausparen. Beim Abschluss des Bildungssparvertrages, wird bereits der Zinssatz für ein späteres Darlehen nach Zuteilung des Sparvertrages, gewährt. Familien wird damit schon frühzeitig Sicherheit für die Ausbildung ihrer Kinder gegeben und so können auch Haushalte mit geringem Einkommen, eine beträchtliche Summe ansparen.
Anstoß für diese Idee, hat die Bundesbildungsministerin Annette Schavan gegeben. Sie will damit etwas für die Chancengleichheit junger Menschen bewirken. Um diese Idee jedoch umzusetzen, musste das Bausparkassengesetz um Bildungssparangebote erweitert werden. Bis dato durften Bausparkassen nur Bausparverträge für wohnwirtschaftliche Zwecke anbieten. Nun dürfen sie Bausparern auch Gelddarlehen für Maßnahmen der Bildung und Pflege gewähren.
Doch auch Kritik ist nicht fern. Bemängelt wird vor allem, dass Geringqualifizierten und Niedriglöhnern die finanziellen Mittel fehlen, um eine solche Sparleistung überhaupt aufzubringen. Sie müssten schon kämpfen, um für die eigene Altersvorsorge ansparen zu können.

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