Immobilie gegen versteckte Baumängel absichern
Nach sieben Jahren wurde der Bausparvertrag zugeteilt und der nächste Schritt Richtung Eigenheim kann endlich erfolgen. Bei der Suche nach dem passenden Objekt müssen Immobilienkäufer größte Sorgfalt walten lassen, denn nicht selten verstecken sich in den schönsten Gebäuden, die bösesten Überraschungen. Im Gegensatz zu anderen Kaufgeschäften, können Mängel, die erst nach dem Einzug sichtbar werden, nicht mehr gegen den Verkäufer geltend gemacht werden. Doch eine schlechte Bausubstanz, unzureichende bis fehlende Fassadendämmung oder Schimmelbefall treten oft erst nach dem Einzug zutage.
Gegen dieses Risiko können sich Immobilienkäufer mit einer Police der VHV, eine auf Baurisiken spezialisierte Versicherungsgesellschaft, schützen. Die Versicherten, können, bevor sie den Kaufvertrag unterschreiben, einen Gutachter das Objekt auf Herz und Nieren prüfen lassen. Werden dabei Mängel festgestellt, kann der Käufer über den Preis nachverhandeln oder das Geschäft ganz ablasen. Hält der Käufer hingegen an seinen Plänen fest, sind alle diejenigen Mängel versichert, die nach dem Kauf zutage treten und dem Gutachter nicht aufgefallen sind.
Die Police ist allerdings nicht ganz billig. Der Preis hängt zuallererst vom Wert und Alter des Objektes ab und erfordert eine Eigenbeteiligung, bei notwendig werdenden Reparaturen, von 1000 Euro. Ist eine Reparatur jedoch nicht möglich, kann sich der Versicherte auch die Wertminderung auszahlen lassen.
Immobilienkäufer, die diese Police nicht in Anspruch nehmen wollen, sollten trotzdem auf eine Begutachtung durch einen Experten nicht verzichten, um am Ende in keiner Schrottimmobilie leben zu müssen.

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